kueche-in-berlin.de - Der Ratgeber für Ihre neue Einbauküche - Tipps vom Küchenprofi
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Die Planung
Es gibt viele Möglichkeiten ...
eine Küche zu gestalten!
Die Küche ist so individuell wie die Menschen, die in ihr leben und arbeiten. Deshalb gilt es für eine sinnvolle Küchenplanung einiges zu bedenken.
Äußerlich unterscheiden sich Küchen mit einfachen Grundausstattungen kaum von Programmen die Komfort und Zusatznutzen enthalten. Deshalb sind Preis- und Nutzenvergleiche nicht ganz einfach.
Bloßes Hinschauen genügt nicht, man muss sich schon intensiver damit befassen, den eigenen Bedarf analysieren und ihn mit dem geplanten Budget in Einklang bringen.
Lebens(traum) Küche ...
Jeder hat seine eigenen Vorstellungen davon. Ideal ist, wenn eine Küche beides ist: Gemütlicher Treffpunkt und durchdachte Werkstatt im Alltag. Den zur Verfügung stehenden Raum optimal zu nutzen, ist das oberste Gebot. Ob Single-Küchenblock oder großzügige Wohnküche - jede Menge guter Ideen, vom Ansatztisch bis zum Zubehör, machen die Planung zum Vergnügen.
Ziel der Gestaltung einer Küche ist die Einrichtung von Arbeitsbereichen für:
- Vorbereiten
- Kochen
- Backen
- Anrichten
- Spülen
Eine Gestaltung, die in Hinsicht auf Arbeitshöhen und Arbeitsflächen bequeme Körperstellungen ermöglicht und keine unnötigen Wege erlangt.
Voll im Plan ...
Wie viele Steckdosen sollten vorgesehen werden? Was ist die optimale Höhe für die Arbeitsfläche? Wie viel Fläche braucht ein Essplatz? Soll die Küche offen oder geschlossen sein? Hier die Antworten auf die wichtigsten Planungsfragen:
Informieren Sie sich gut, wenn Sie sich Gedanken über Ihre neue Küche machen. Denn schließlich wollen Sie sich später jahrelang daran freuen, und sich nicht hinterher darüber ärgern müssen, dass Sie wichtige Details vergessen haben.
Wenn Sie neu bauen oder ein Haus renovieren, sind Sie fein raus. Denn dann haben Sie komplett freie Hand bei der Küchenplanung. Sie können Größe und Gestaltung ganz nach Wunsch festlegen. Wenn Sie dagegen "nur" Ihre alte Küche renovieren, sind Sie - zumindest von den Platzverhältnissen her - festgelegt. Aber Sie haben immer noch viele Möglichkeiten.
Auf alle Fälle ist es sinnvoll, vorab ein paar grundsätzliche Fragen zu klären: Welchen Stil bevorzugen Sie? Ländlich, klassisch, modern oder avantgardistisch? Bei den Küchenmöbeln reicht die Wahl von einfachen, mit Folie bezogenen Ausführungen bis hin zu Hochglanzlack- und Echtholzfronten. Wobei massive Holzfronten deutlich mehr kosten als Holznachbildungen, die allerdings dem Original oft täuschend ähnlich sehen können.
Geschlossene oder offene Küche?
Wichtig ist auch die Frage, ob die Küche ein abgeschlossener Raum sein soll oder ob sie zum Wohnbereich hin geöffnet wird. Die offene Gestaltung ist derzeit ziemlich im Trend. Sinnvoll ist dann aber auf alle Fälle eine leistungsfähige Dunstabzugshaube, damit die Kochgerüche nicht im Wohnzimmer hängen.
Sie sollten sich zudem genau überlegen, ob Sie auf Dauer damit leben können, dass Ihnen vom Wohnbereich aus jeder jederzeit in die Töpfe gucken kann.
Eine weitere Frage: Soll ein Essplatz in die Küche integriert werden? Der Platzbedarf für eine frei stehende Essgruppe kann mit dem Maßband auf dem Boden ermittelt werden: Pro Person geht man von einer Tischbreite von 65 Zentimetern und einer Tiefe von 40 Zentimetern aus. So kann jeder bequem essen. Für jeden Stuhl ist dann noch eine Fläche von 50 auf 60 Zentimeter notwendig – dazu ringsherum noch etwas zusätzlicher Spielraum.
Soll die Küche auch das so genannte "gute" Porzellan aufnehmen? Dann brauchen Sie mehr Stauraum. Das gilt ebenfalls, wenn die Küche für verschiedene Hausarbeitsgeräte Platz bieten soll: Bügelbrett, Staubsauger, Besen und Putzeimer.
Bessere Teamarbeit an der Kochinsel
Soll eine Kochinsel in der Mitte des Raumes installiert werden? Erfahrene Küchenprofis wissen es schon lange: eine Kochinsel oder ein frei stehendes Vorbereitungszentrum in der Raummitte hat viele Vorteile für den Arbeitsablauf.
Denn so können mehrere Menschen gleichzeitig nebeneinander oder gegenüber stehend arbeiten - und sie kommen sich dabei nicht gegenseitig in die Quere. Man kann sich bei der Küchenarbeit ergänzen und hat Abstellfläche in der Raummitte. Und vor allem: wenn Sie an der Insel stehen, sind Sie dem Raum zugewandt und müssen nicht, wie bei einer herkömmlichen Küchenplanung, die vor Ihnen liegende Wand anstarren.
Nicht ganz so viel Platz wie eine Insel in der Raummitte benötigt eine Halbinsel. Sie kann zum Beispiel mit einer Seite an der Schrankseite oder an der Wand anstoßen. Eine solche Lösung bietet sich dann an, wenn ein fließender Übergang von der Küche zum Wohn- oder Essbereich geschaffen werden soll.
Was Sie nicht vergessen sollten: Lassen Sie genügend Steckdosen installieren. Im Zweifelsfall lieber zu viel als zu wenig. Denn im Vergleich zu anderen Wohnbereichen ist die Küche Spitzenreiter, was den Steckdosenbedarf angeht.
Mancher zählt akribisch die Anzahl der Küchengeräte zusammen und errechnet danach die Zahl der notwendigen Steckdosen. In der Praxis fehlt dann aber letztlich genau dort, wo die Geräte benutzt werden, eine Steckmöglichkeit. Daher sehen Küchenplaner mitunter einfach pro laufendem Meter Arbeitsplatte eine Steckdose oder eine Doppelsteckdose vor.
Sinnvoll ist es auch, die Küche so zu planen, dass Sie sie auch dann noch nutzen können, wenn Sie einmal älter sind und vielleicht sogar auf einen Rollstuhl angewiesen.
Der größte mögliche Platzbedarf bei einer rollstuhlgerechten Küche entsteht durch den Wendekreis eines elektrischen Rollstuhls - und der beträgt rund 1,50 Meter. Folglich sollten in, der Küche, je nach Möblierung, immer 1,50 mal 1,50 Meter Bewegungsfläche vor den Küchenzeilen vorgesehen werden.
Bei Bedarf hat auch ein Rollstuhl Platz
Zudem sollte die Küchentür mindestens 90 Zentimeter breit sein. Diese Durchgangsbreite benötigen nicht nur Rollstuhlfahrer, sondern auch gehbehinderte Menschen, die zum Laufen einen Stock brauchen - und das kann im Prinzip jedem Freizeitsportler nach einer Knieverletzung passieren.
Bauherren sollten auch die Abläufe in der Küche unter Putz legen lassen. Denn in einer rollstuhlgerechten Küche müssen Spüle, Herd und Arbeitsplatten unterfahrbar sein. Ein normaler Siphon wäre hier im Weg.
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